Crow, Daniel, Leandra, Vi und Zo – fünf Menschen, die nicht länger zusehen konnten, wie in Palästina ein Genozid verübt wird und wie Waffen, Geld und politische Unterstützung aus Deutschland dazu beitragen.
Am 8. September 2025 verschafften sich die Ulm 5 Zutritt zum deutschen Hauptsitz des israelischen Rüstungsunternehmens „Elbit Systems“ in Ulm. Sie zerstörten dort Laboreinrichtungen, Messinstrumente und IT-Infrastruktur, um die Produktion des Unternehmens zu stören und einen Beitrag gegen die Fortsetzung des Krieges in Palästina zu leisten. Dafür sitzen die Ulm5 in deutschen Gefängnissen und stehen seit April 2026 in Stuttgart-Stammheim vor Gericht.
Die deutsche Regierung steht politisch, ökonomisch und militärisch an der Seite Israels: durch Waffenlieferungen, militärische Zusammenarbeit, diplomatische Rückendeckung sowie die Repression gegen die Palästinabewegung hierzulande. Dabei leugnet sie nicht nur die eigene Mittäterschaft am Genozid, sondern profitiert auch direkt durch den Genozid. Die deutsche Rüstungsindustrie verzeichnet aktuell Rekordprofite. Die Aufrüstung und Militarisierung Deutschlands und anderer Staaten nimmt ungehemmt zu.
Das Gegenstück zu dieser Außenpolitik ist die Repression im Inneren. Demonstrationen werden verboten und mit Polizeigewalt kleingehalten, Organisationen kriminalisiert, deutsche Staatsbürgerschaften abgesprochen und an das Bekenntnis zum „Existenzrecht Israels“ geknüpft. Diese staatliche Härte soll die deutsche Unterstützung Israels absichern und zugleich weitere Teile der Palästinabewegung von Protest und Widerstand abschrecken.
In diesem Kontext findet das Verfahren gegen die Ulm 5 statt. Die Verlegung des regulären Landgerichtsverfahrens nach Stuttgart-Stammheim rückt den Prozess bewusst in die Nähe des Terrorismus. Das zeigt sich auch im Gerichtssaal: Die Ulm 5 müssen die Verhandlungstage hinter Glasscheiben und getrennt von ihren Anwält:innen verfolgen, wodurch eine vertrauliche Kommunikation unmöglich wird.
Unzählige Menschen aus verschiedenen Ländern kommen, um den Prozess zu begleiten, grüßen die Gefangenen und machen deutlich, dass die Ulm 5 nicht alleine stehen.
Diese Verbindungen tragen wir auf die Straße. Zeigen wir unsere Solidarität mit den Ulm 5, begleiten wir ihre Prozesse, machen wir sichtbar, warum sie vor Gericht stehen, und tragen wir ihren Widerstand aus dem Gerichtssaal auf die Straße. Gegen deutsche Kriegsprofite, gegen staatliche Repression und für ein freies Palästina!
Mehr Infos hier:
https://ulm5.info/en/news/2026/09/16/free-the-ulm5-bundesweite-demonstration-in-stuttgart